19.6.2022 19:30 Uhr: Benefizkonzert zum Weltflüchtlingstag - Zugunsten von "Ärzte ohne Grenzen"

Das Konzert zum Weltflüchtlingstag 2022 wird von verschiedenen Flüchtlings-Hilfsorganisationen in Dortmund durchgeführt. Es treten u.a. das "Transorient Orchestra" und der Chor ORPHEUS XXI auf- Sonntag, 19. Juni, 19:00 Uhr - Eintritt frei - Spende zugunsten von "Ärzte ohne Grenzen". Das Konzert ist Teil einer Aktions- und Veranstaltungsreihe von St. Reinoldi unter dem Titel "Beim Namen nennen".

Menge

Konzert in der Pauluskirche zum Weltflüchtlingstag

in einer Aktions- und Veranstaltungsreihe von St. Reinoldi (17.-20. Juni)

Im Rahmen der Aktions- und Veranstaltungsreihe "Beim Namen nennen" von St. Reinoldi (17.-20.6. in und um St. Reinoldi) anlässlich des WELTFLÜCHTLINGSTAGS findet in der Pauluskirche ein Benefizkonzert zugunsten von "Ärzte ohne Grenzen" statt, das zwei hochkarätige Musikacts präsentiert.

Transorient Orchestra

Das Transorient Orchestra und weitere Musizierende spielen für "Ärzte ohne Grenzen" auf. Dabei lässt das „Orchestra“ die Melodien und Rhythmen des Orients mit westlicher Harmonik und jazziger Improvisation zu vielfältigen und spannenden Verbindungen verschmelzen. 12 virtuose Solist*innen bilden einen vielfarbig schillernden gemeinsamen Klangkörper. Santur, Oud, Ney und Darbuka im kreativen Dialog mit Bigband-Bläsersätzen, Gitarre, Bass, Violine, Schlagzeug und Percussion, erweitert durch arabischen und türkischen Gesang.

Chor ORPHEUS XXI 

Orpheus XXI singt – grenzüberschreitend – auf Arabisch, Hebräisch, Syrisch, Türkisch, Persisch und mehr. Er wurde 2021 als Chor für das große Ensemble Orpheus NRW gegründet und arbeitet unter Anleitung von Rebal Alkhodari an einem neuen Klang, der zwischen neuer Heimat und Rückblenden auf arabische Musik oszilliert. Der Sound kommt aus dem Iran und Afghanistan und allen Mittelmeerländern.
Das Orpheus-Projekt ist ein europäisches Kulturprojekt, das 2017 in mehreren Städten unter der Leitung des bekannten katalanischen Grammy-Gewinners Jordi Savall gestartet wurde. Das Ensemble ist seit 2019 Ensemble in Residence im Vokalmusikzentrum NRW und zeigt, welche nachhaltigen Früchte „Graswurzel-Kulturarbeit“ vor Ort tragen kann. Das Ziel von Orpheus ist es, nicht-westliche Musik zu stärken und professionelle Sänger und Musikerinnen vorzustellen. Der Chor wird neben seinen Konzerten in Deutschland bald in mehreren Ländern wie Jordanien, Slowenien und Österreich auftreten.

Weitere Musizierende sind eingeladen an diesem Abend mitzuwirken.
Möglicherweise werden wir auch an diesem Abend innerhalb des Konzertes über die aktuelle Flüchtlingslage und das Engagement von Flüchtlingshilfsorganisationen in Dortmund informieren.

Sonntag, 19. Juni 2022

Pauluskirche – Schützenstr. 35 – 44147 Dortmund
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr
Eintritt frei – es wird um Spenden für "Ärzte ohne Grenzen" gebeten
 
Foto: Kurt Rade

"Beim Namen nennen" - Aktionen und Veranstaltungen in und um St. Reinoldi

Stille & Totengedenken, Lesung und Konzert, Ausstellungen, "Namen lesen", Aktionstag der Flüchtlingsinitiativen, "Stummer Protest", Gottesdienst zum Weltflüchtlingstag und mehr. Alle Infos hier:

https://www.sanktreinoldi.de/offene-kirche/weltfluechtlingstag-2022

Beim Namen nennen

- über 48.000 Opfer an den Grenzen Europas

Der Krieg in der Ukraine führt uns erneut vor Augen, wie dramatisch und furchtbar es ist, wenn Menschen flüchten müssen. Niemand flüchtet gern – auch nicht aus anderen Kriegsschauplätzen und Konfliktregionen, nicht aus Afghanistan, nicht aus Syrien, aus Eritrea oder...
Seit 1993 sind mehr als 48.000 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere kamen an den Grenzübergängen zu Tode. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder und Babys. In der Öffentlichkeit findet das wenig Beachtung. Für viele Flüchtlinge ist Europa eine Festung. An den europäischen Außengrenzen leben aktuell hunderttausende Menschen in erbärmlichen Verhältnissen und Lagern.

Das ist erschütternd.
Das ist und bleibt ein Skandal.

Zusammen mit anderen Citykirchen in Deutschland, dem Aktionsbündnis „Beim Namen nennen“ in der Schweiz, dem wir uns angeschlossen haben, und vielen Kooperationspartner:innen in Dortmund und darüber hinaus erheben wir Einspruch:
Wir gedenken derer, die auf der Flucht nach Europa gestorben sind.
Wir protestieren gegen diese sinnlosen Tode, einen unmenschlichen Umgang mit Flüchtenden und alle Menschenrechtsverletzungen an den europäischen Außengrenzen und in den Flüchtlingslagern.
Wir fordern eine Politik, die Menschen schützt und die Würde eines und einer jeden achtet.
Wir setzen uns damit auseinander, was Flucht, Entwurzelung und Ankommen in der Fremde bedeutet.

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