Pfingstsonntag, 5.6.22 18 Uhr: Nacht der Religionen und Kulturen - Nacht des Friedens - Eintritt frei

Die Nacht der Religionen und Kulturen findet seit 2005 jährlich am Pfingstsonntag statt. In diesem Jahr, am 5. Juni, 18:00 Uhr bis ca. 23:00 Uhr, ist sie angesichts des Krieges in der Ukraine auch eine Nacht des Friedens. Eintritt ist frei.

Menge

Herzliche Einladung zu Begegnung und Austausch von Menschen unterschiedlicher Religionen und Musiker*innen und Bands aus diversen Kulturen dieser Welt. Auf der großen Bühne der Pauluskirche erwarten die Besucher*innen musikalische Highlights und starke Botschaften. So werden Lieder aus der Ukraine erklingen und sich Menschen aus West und Ost begegnen, um miteinander Musik zu machen und ein Zeichen zu setzen. Musik, die eine Brücke zwischen den Kulturen in Zeiten des Krieges baut. Außerdem werden Menschen verschiedener Weltanschauungen, die sich gemeinsam für Frieden und den Schutz von Klima und Biodiversität einsetzen, erstmals der Öffentlichkeit mit einer neuen Dortmunder Initiative vorstellen, die Klima-Allianz der Religionen und Weltanschauungen.


Im Kirchgarten werden Speisen von der Alevitischen Gemeinde Dortmund angeboten. Dies ist seit Jahren eine gute Kooperation mit der Lydia-Kirchengemeinde (Pauluskirche).


Offene Veranstaltung von 18 bis ca. 23 Uhr.

Die gesamte Veranstaltung wird live auch auf YouTube gestreamt. Den Link dazu veröffentlichen wir an dieser Stelle kurz vor der Veranstaltung.

Das Programm:

18:00 Uhr:  Interaktive Präsentation der Klima-Allianz der Religionen und Weltanschauungen

Diese neue Dortmunder Initiative besteht aus Mitgliedern mit verschiedenen Glaubensausrichtungen und Weltanschauungen. Sie kommen aus dem Islam, dem Christentum, dem säkularen Buddhismus, dem Bahaitum, dem paganen Heidentum und vom Humanistischen Verband Deutschlands. Sie suchen nach gemeinsamen Werten , formulieren eine Ethik, die alle eint und die die Welt braucht, um sich global den Krisen der Zeit entgegen stellen zu können. Die Initiative ist aber auch gemeinsam aktiv und setzt damit wichtige Zeichen  über Religions- und Weltanschauungsgrenzen hinweg.

19:00 Uhr:  Duo "Brüder Meyers"

Brüder Meyers: Das sind Simon und Stephan Meyers, zusammen bilden sie das Duo "Brüder Meyers". Seit rund fünfzehn Jahren musiziert das Duo gemeinsam, besonders in der Kombination von Geige (Simon Meyers) und Klavier (Stephan Meyers). Sie sind in fast allen Stilrichtungen der Musik unterwegs, komponieren auch eigene Musik, wobei die Instrumente Gitarre, Posaune, Trompete sowie Gesang zum Einsatz kommen.

19:30 Uhr:  Ensemble NOISTEN und Murat Cakmaz mit Klezmer trifft Sufi-Musik

In der Welt zuhause: Das international bekannte Ensemble Noisten steht für den musikalischen Brückenschlag zwischen Musiktraditionen und Lebensweisen unterschiedlicher Kulturen. Dabei kreieren die vier Musiker Reinald Noisten (Klarinette), Claus Schmidt (Gitarre), Andreas Kneip (Kontrabass) und Shan-Devakuruparan (Tabla, andere Schlaginstrumente) ganz neue musikalische Welten. Welten, die in ihrer kreativen Kraft die Grenzen klassischer Genres spielerisch überwinden. In der Pauluskirche spielen sie mit dem Sufi-Ney-Flötisten Murat Cakmaz Melancholische und lebhafte jüdische Klänge treffen auf die Sufi-Musik. So entsteht ein inspirierendes Zusammenspiel zweier verschiedener Musikrichtungen und Kulturen.

21:00 Uhr:  Ludger Schmidt & Maren Lueg: Lieder aus der Ukraine

Mit Ludger Schmidt und Maren Lueg stehen zwei ausdrucksstarke Solisten im Dialog. Ihr Musikprogramm haben sie speziell für spirituelle Veranstaltungsorte entwickelt, insbesondere für Kirchen als die Orte, die zu einer gedanklichen Auseinandersetzung einladen. Sie erschaffen Klanglandschaften die durch ihre Begegnung mit den Musikkulturen des Nahen und des Mittleren Ostens sowie der Musik des Westens geprägt sind. Ihr aktueller Schwerpunkt sind Lieder aus der Ukraine.

Ludger Schmidt spielt seit über vierzig Jahren in zahlreichen Ensembles in den Bereichen Jazz, Klassik, Moderne, Avantgarde und Weltmusik. Er setzt das Violoncello in den unterschiedlichsten Projekten gezielt ein kombiniert mit Kompositionen und freier Improvisation. Maren Lueg ist auf ihren zahlreichen Studienreisen nach Kairo und Istanbul in die Tiefen der Musik und Kultur des Mittleren Ostens eingetaucht. Ihre zahlreichen Projekte und Ensembles in Deutschland und Großbritannien fokussieren sich auf das kreative Zusammenspiel zwischen Osten und Westen.

22:20 Uhr:  Imran Khan & Jens Pollheide mit Gästen: world music - Fusion mit indischem Hintergrund

Seit 2014 erfreuen sich Imran Khan und Jens Pollheide ihrer musikalischen Freundschaft. Imran Khan ist ein profilierter Sitarspieler und Komponist einer musikalischen Dynastie, sein Onkel ist der berühmte Ustad Sultan Khan, der z.B. mit Jonas Hellborg spielte. Seit dem world music meeting des Jazzclubs Domicil in Dortmund 2014 spielen sie jedes Jahr zusammen Konzerte mit den besten MusikerInnen der World Music- und Jazz-Szene des Ruhrgebiets, zu denen definitiv auch Jens Pollheide, Könner an der Bassgitarre, Ney-Flöte und Querflöte, u.a. gehört. Die musikalische Basis des neuen Albums stammt von Sitar, Bass und Perkussion, mit dabei der indische Perkussionist Ishteyak Khan und der in Deutschland ansässige Darbuka-Virtuose Fethi Ak. Einige Songs enthalten solistische Beiträge von Dilshad Khan (Sarangi), Catrin Groth (Sopransaxophon) und Christian Hammer (Gitarre). Das Resultat ist eine neue Fusionsmusik mit indischem Hintergrund, in der die Sitar auch mal über Akkord-Changes soliert, die aber dennoch behutsam genug sind, um die indische Atmosphäre nicht zu stören.

23:15 Uhr:  Nachtsegen

Besondere Kunst: Die Himmelssäule der Weltreligionen

Im Zentrum des Bühnenbildes steht bei der Nacht der Religionen und Weltanschauungen die 12 Meter hohe "Himmelssäule der Weltreligionen", die Symbole von sechs Weltreligionen beinhaltet. Das beeindruckende Kunstwerk des Dortmunder Lichtkünstlers Leo Lebendig ist ein starkes Friedenssymbol in schwierigen Zeiten.

Fotos: Rüdiger Barz (1 und 2) und Hans Lantzsch (3)

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